Tierhilfe Kapfenberg: wir engagieren uns für eine revolutionierte Sichtweise auf die Tier-Mensch-Beziehung


Unsere moderne Welt ist leider oft kein guter Platz für ein Tier. Wir Menschen, die dominante Spezies, haben uns überall verbreitet, verändern natürliche Lebensräume, machen uns die Natur und ihre wilden Kreaturen zu eigen – domestizieren sie.

Für viele Tierarten ist das Leben in der Obhut der Menschen seit Jahrtausenden normal, sie haben sich daran gewöhnt und körperlich sowohl verhaltensmäßig angepasst – wie z.B. Hunde, Katzen und Pferde. Andere Tierarten jedoch sind essenziell immer noch wilde Tiere, die in die Freiheit gehören, sich jedoch in Zoos und Haushalten wiederfinden, wie z. B. Papageien und Sittiche.

Alle Lebewesen, die von uns Menschen als Haus- oder Nutztier außerhalb ihres natürlichen Habitats gehalten werden, sind uns vollkommen ausgeliefert und sind von unserem kollektiven Verantwortungsbewusstsein abhängig. Trotzdem bekommen viele Tiere nicht das, was sie von Natur aus für ihr Wohlbefinden brauchen. Diesen Tieren ist diese Seite gewidmet.


Das Phänomen der selbstsüchtigen Liebe

Selbstsüchtige Liebe? Das ist ein Oxymoron, eine Zusammensetzung zweier gegensätzlicher, sich widersprechender Begriffe. Wie kann Liebe selbstsüchtig sein? Selbstsüchtige Liebe hat nichts mit gesunder Selbstliebe zu tun – es ist eine Form der Schein-Liebe, ein Produkt mit gefaktem Markennamen – essenziell eine Lüge. Und doch ist diese Lüge unglaublich weit verbreitet und wird in den meisten Fällen noch nicht einmal als solche erkannt.

Viele Tierhalter glauben ihre Tiere wirklich zu lieben, dabei geht es ihnen eigentlich überhaupt nicht um das Tier und dessen Wohlergehen, sondern nur um sich selbst. Das Tier ist nicht Subjekt der Liebe, sondern lediglich ein Objekt der Begierde, frei nach einem Zitat des Schriftstellers Matthias Pleye. In dem sich der Mensch seinen Wunsch erfüllt und sich das Objekt der Begierde anschafft, es besitzt, tut er sich selbst einen Liebesdienst erweisen. Ein Tier, ein empfindungsfähiges Lebewesen mit eigener Persönlichkeit und eigenen Bedürfnissen, wird somit zu einem Gegenstand reduziert.


Aufwachen und mit sich selbst ehrlich sein – zum Wohle der Tiere!

Das ist jetzt so direkt und ohne Beschönigung gesagt, dass sich viele Tierbesitzer automatisch in den Verteidigungsmodus begeben. Wir sagen nicht, dass diese Menschen böse oder schlecht sind! Jedoch müssen die Menschen ihre Augen öffnen und endlich lernen, dass selbstsüchtige „Liebe“ falsch ist und auf lange Sicht Tierquälerei ist. Wir wollen selbstlose Liebe zu allen Tieren, ob wild oder im Haus, anpreisen und voranbringen, denn nur durch eine umfassende Neubeurteilung unseres Umgangs mit Tieren können wir auf lange Sicht hin hoffen, dass sich die Lebensumstände so vieler leidender Tiere verbessern werden.

Jeder (angehende) Tierhalter sollte sich Zeit nehmen, tief in sich gehen und sich bewusst werden, ob er sich das Tier aus einem egoistischen Verlangen heraus abschaffen will – oder ob er dem Tier die selbstlose, wahre Art der Liebe entgegenbringen kann, die jedes Lebewesen verdient.

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